Donnerstag, 28.O4.2011 Nahezu alle Truppenteile der Gemeinschafts- und JBK-Fraktion hatten sich in den Gemeinschaftsraum des Rüstzeitheims in Neustadt am Rennsteig eingefunden Grund: Die im 2-Jahres-Rhythmus stattfindete Wochenendrüstzeit der Gemeinschaft, diesmal mit special-guest Matthias Kaden und, wie bereits erwähnt, dem JBK. Matthias startete mit einer kurzen Andacht in das verlängerte Wochenende, gefolgt von einer Vorstellungsrunde. Und obwohl sich eigentlich schon jeder kannte kamen auch schockierende Neuigkeiten ans Licht. :) Nach dem Gute-Nacht-Teil war der offizielle Abschnitt für diesen Tag schon vorbei, jeder konnte tun und lassen was ihm beliebte. Und so fanden sich 9 Spielbegeisterte beim Phase 10 Spielen ein. Spielbegeistert war nach dem vorzeitigen Abbruch des Spiels wahrscheinlich niemand mehr und der entstandene Spielfrust musste sofort mit Schokolade bekämpft werden. Freitag, 29.04.2011 Beim ersten gemeinsamen Frühstückl wurde noch penibel darauf geachtet, dass jeder seine genaue Tassenzahl an bestellten Getränken, die am Abend vorher vom Heimleiter abgezählt worden waren, trank. Nichts desto trotz – geschmeckt hat es jedem. Und so fanden sich dann 35 gut Gefüllte bei der ersten Bibelarbeit mit der Überschrift „Jeder ist normal, bis du ihn kennenlernst“ ein. Matthias redete – natürlich passend zum Thema des ganzen Wochenendes „Gemeinschaft“ – darüber, wie man trotz Stacheln gut miteinander umgehen kann. Nach dem Mittagessen stand eine gemeinsame Aktion auf dem Plan: Wandern. Die Pobershauer machten den Rennsteig unsicher – und die Pobershauer wurden von dem umherschwirrenden Blütenstaub unsicher gemacht, der sich wirklich an jeder Stelle des Körpers niederließ :). Trotzdem war es eine schöne Wanderung, deren i-Tüpfelchen ein leckeres Eisdielen-Eis werden sollte. Doch es kam, wie es kommen musste: anders. Die Neustädter Eisdiele hatte selbstverständlich gerade an diesem Freitag geschlossen, deshalb verzeichnete der ortseigene nahkauf wahrscheinlich einen Eis-Rekordumstaz. Bis zum Abendbrot konnte jeder die Zeit selbstentscheidend füllen (Favoriten hierbei: UNO, Ligretto, Klavier spielen, duschen) und dann folgte das erste „Mahl“ in Vollzähligkeit, die 3 Nachzügler hatten nun endlich auch ihr Ziel erreicht. Nach dem Essen gab es ein Thema zu der Problematik „Ich höre Stimmen – Auf welche soll ich hören?“, das auf alle Fälle zum Nachdenken anregte. Nach der Jetzt-aber-schnell-ab-ins-Bettchen-Gute-Nacht-Runde entschieden sich die spielfreudigen Menschen diesmal, nachdem Phase 10 am Abend vorher nur Ärger und Frustration hervorgerufen hatte, für Tabu. Als so ziemlich jeder Begriff erklärt war machte sich auch die Jugend beziehungsweise die Junggebliebenen ab ins Bett. Samstag, 30.04.2011 Der Tag begann mit Sonnenschein, einem zu leisen Wecken, dem allmorgendlichen Start in den Tag (Gebetsgemeinschaft und Lieder singen) und Frühstück. Es folgte die 2. Bibelarbeit in der es darum ging Gemeinschaft zu praktizieren und die Mauer zwischen jung und alt nieder zu reißen. Jeder konnte seinen eigenen Vorschläge und Ideen einbringen, alles wurde aufgeschrieben und die Umsetzung konnte beginnen:). Das Mittagessen kam, wurde gegessen und dann wurde jeder sich selbst überlassen. Der jugendliche Herdenteil fuhr erst auf der Suche nach einem See zum Bootfahren durch die Gegend, doch als wir den See gefunden hatten mussten wir feststellen, dass keine Boote da waren. Der „Wächter des Teiches“ wollte uns aber auch nur gegen Gebühr in sein Hoheitsgebiet vordringen lassen, deshalb entschieden wir uns nach der rhetorischen halben Stunde Plan-Diskutier zur Sommerrodelbahn zu fahren. Bevor es jedoch auf die Strecke ging wanderten wir erst noch ein bisschen durch die thüringische Landschaft. Dann hieß es für ein paar Truppenteile Bahne frei – Kartoffelbrei, während die anderen geduldig an der Strecke warteten (insgeheim dachten sie natürlich schon daran, wie gern sie doch auf dem anliegenden Spielplatz rumhopsen würden). Dieser Gedanke wurde kurz darauf in die Realität umgesetzt und so waren alle Bedürfnisse befriedigt als wir wieder im Auto saßen um zurück zum Heim und somit zum sportlichen Event des Nachmittags zu fahren: Fußball (bzw. Chearleading). Jeder, der Lust hatte konnte mitspielen, deshalb fanden sich alt und jung, Weiblein und Männlein auf dem Spielfeld ein. Nach so viel sportlicher Betätigung war es wieder Zeit fürs Abendbrot (Grillen). Und dann war es Zeit für das Ereignis, dass schon die ganze Zeit freudig erwartet worden war: Vor der Rüstzeit hatte fast jeder Teilnehmer ein Kinderfoto von sich abgegeben und jetzt wurde gerätselt wer denn nun früher wie ausgesehen hatte. Einige hatten schon in den frühsten Kindertagen ihre Topmodelgene unter Beweis gestellt, was an diesem Abend für lachhafte Begeisterung sorgte. Aber auch der kulturelle Teil kam nicht zu kurz: Die Kinder spielten ein (vorher bereits in der Kinderbetreuung auf Bühnentauglichkeit getestetes) Theaterstück mit Socken-Handpuppen vor und ernteten viel Beifall. Danach konnten alle in alten Zeiten schwelgen, es wurden Bilder und Videos früherer Rüstzeiten gezeigt. Offiziell wurde der Tag wieder vom Kurz-vor-Schluss-Teil beendet und jeder der wollte konnte in sein Bettchen gehen. Der Großteil der Jugend (der kleine Teil debattierte lieber lautstark über dies und das und lenkten somit die UNO-Spieler ab:)) entschied sich an diesem Abend für UNO spielen. Hätte uns die Müdigkeit nicht irgendwann von hinten überrumpelt, würden wir vermutlich heute noch spielen. Nichts desto trotz – ein schöner Tag lag hinter uns. Sonntag, 01. Mai 2011 Mit ein bisschen Wehmut fanden sich alle nach der letzten Guten-Morgen-Runde zum letzten Frühstück ein. Ein letztes Mal trank jeder seine bestellten Tassen Kaffee oder Milch und ein letztes Mal mussten sich 2 Mann finden um das Frühstücksgeschirr abzutrocknen. Dann saßen alle – ein letztes Mal – im Gemeinschaftsraum, diesmal allerdings mit kindlicher Verstärkung. Grund: Heute sollte es einen Familiengottesdienst mit Abendmahl geben. Matthias redete noch einmal zum großem Überthema Gemeinschaft, sowohl für Kinder als auch für Erwachsene anschaulich gestaltet. Nach dem Abendmahl wurde noch schnell ein Gruppenfoto geschossen um allen beweisen zu können dass man auch wirklich da war. Das letzte Mittagessen schmeckte noch einmal fantastisch, was den Abschied noch schwerer machte. Trotzdem „flüchteten“ nach dem Essen alle ziemlich schnell ihrem trautem Pobershau entgegen, wahrscheinlich war der ein oder andere doch schon von Heimweh geplagt worden. Ein tolles, langes Wochenende war zu Ende, von dem bestimmt noch viel mehr gute Erinnerungen existieren als „nur“ das Gruppenbild.(DL) Bilder gibts hier |