| | [Bilder kommen demnächst] 365 Tage voller sehnsüchtigem Warten – endlich hatten sie ein Ende. Es geht wieder los: Die Allianzkonferenz in Bad Blankenburg! Los fahren wir wie immer Dienstag früh. Die vielen Taschen, Isomatten und Schlafsäcke sind schnell weggepackt, nur aufmachen sollte man den Kofferraum besser nicht mehr… Nach kurzer Fahrt (man muss sein Auto ja schließlich auf über 200km/h trimmen…) kommen wir auch pünktlich in Bad Blankenburg an, wo durch spektakuläres Motoraufheulen auch gleich jeder weiß, dass wir wieder da sind. Zelte sind schnell aufgebaut, nur mit der Wäscheleine gibt’s noch Probleme. Wie kommen wir nur auf den Baum da hoch?! Ganz klar, der Nick könnte doch über den Zaun klettern, und von dort auf den Baum! Gesagt – getan. Klappt auch wunderbar, und mit Verlusten wie kaputten Hemden muss man halt rechnen… Mittlerweile ist es aber schon ziemlich spät und der Hunger macht sich doch so langsam bemerkbar. Also geht’s zum Fast Food schlemmen. Dort geht’s zu wie beim Arbeitsamt, jeder bekommt ne Nummer und darf erst mal warten… Frisch gestärkt haben wir aber wieder Kraft uns mit Wasser, Schokolade und komischen Geburtstagskarten einzudecken, und zurück zum Zeltplatz. Da Burger ja nur kurzweilig den Hunger stillen, wird auch gleich gegessen, eh es weiter zum Kino geht. Dort schauen wir uns einen Film an – einen Actionfilm. Oder Komödie. Oder Liebesfilm. Oder alles zusammen. Oder auch nichts so richtig davon.
Am Mittwoch früh lacht uns die Sonne leider nicht entgegen, aber dafür lachen wir alle und sind ausgesprochen munter. Solang bis wir in der Kirche sitzen. Dort haben wir dann doch irgendwie mit der Müdigkeit zu kämpfen, aber da die Predigt über die Bild-Zeitung doch ganz interessant ist, gewinnen wir den Kampf und bleiben wach. Nach dem Mittagessen lacht die Sonne leider immer noch nicht, sondern es regnet. Egal, wir machen das Beste draus und spielen Neger (für alle die dieses Wort nicht mögen: laut Wikipedia kann man zu diesem Spiel auch Arschloch oder Bettler sagen). Aber auf Dauer ist das dann auch nichts. Also fahren wir nach Jena. Dort widerstehen wir den Angeboten des SSV und suchen nach der Altstadt. Ob wir sie jetzt wirklich gefunden haben, ist nicht so sicher. Aber dafür haben wir ein Eiscafé gefunden, dem wir nicht so erfolgreich widerstehen können. Während die Sonne sich doch mal raus traut, lassen wir uns also Rieseneisbecher schmecken. Wenn wir aber noch pünktlich zum Abendbrot in der Speisehalle sein wollen, müssen wir zurück. Also geht’s wieder in die Autos – zum Glück. Keine Minute später kommt alles vom Himmel, was er so hergibt. Da der Eisbecher aber doch sehr groß war, spielt nicht mehr so jeder Magen mit. Also raus in den Regen, frische Luft tut gut. Und bei der Gelegenheit finden wir auch gleich noch den Schatz vom Regenbogen. Was will man mehr? Das Abendbrot haben wir natürlich doch verpasst, aber dafür geht’s jetzt mit geistiger Nahrung los. Die Auftaktveranstaltung in der Konferenzhalle, wir wie immer auf den sehr bequemen Fußboden. Thema dieses Jahr ist „Gott spricht und das ist gut“ mit Texten aus Micha. Die erste Predigt dazu hören wir vom Präses der Gnadauer Gemeinschaft Michael Diener. Bis er aber wirklich dran ist, kommen erst mal viele, viele Grußworte. Nach der Veranstaltung laden uns die Geburtstagskinder Beli und Nick zum verspäteten Abendbrot ein. Um schick zu sein, ziehen wir alle unsere Computer (=EC-Pullover/T-Shirts; Anmerkung der Red.) an, außerdem bieten die uns auch Gesprächsstoff mit anderen Genießern der italienischen Küche.
Am Donnerstag früh lacht die Sonne immer noch nicht, aber heute sind auch wir noch sehr müde. Die ganze Nacht tobte ein Gewitter über uns, kein Problem für Menschen, die nachts nicht einmal eine Atombombe einschlagen hören. Für den Rest aber schon. Also müssen wir uns zum Frühstück Kaffee oder Cola einflößen, damit wir zur Bibelarbeit nicht einschlafen. „Gut ist, Götzen zu zerstören“ und „Gut ist, die Folgen zu kennen“ sind die Themen des Vormittags. Zwei Bibelarbeiten mit Niveau, wobei die Gemüter sich nicht einig sind, welche denn nun besser war. Also waren beide gut, was doch auch mal schön ist. Bis zum Mittag ist es noch ein Stück, also gründen wir erst mal einen Lesezirkel. Von Büchern über Männern, Schweinen und Göttergesängen ist alles vertreten. Nach dem Mittag vertreiben wir die Zeit bis zum Seminar mit Uno spielen, was uns auch neue Kontakte beschert. Das Spiel ist so faszinierend, dass sich so mancher von uns für ein „Uno-Seminar“ entscheidet, während andere zur Stadthalle laufen, um das Seminar der SMD zu besuchen. Dort stellen wir fest, dass so gut wie jeder aus dem Erzgebirge kommt. Und das die Letzten schnell zu den Ersten werden können. Welche Überraschungen…! Abends findet eine sehr eindrückliche Evangelisation zum brisanten Thema „Gut ist, mit Gottes Gericht zu rechnen“ mit Frank Döhler statt. Da wir nicht genug von dem Typen bekommen können, gehen wir danach noch zum Konzert in die Stadthalle. Danach ist dann aber doch gut. Zumindest für die Meisten, einzelne bekommen nie genug, und kaufen sich noch eine CD.
Am Freitag früh geschieht das unglaubliche: Die Sonne scheint! Das belebt die Sinne und die Bibelarbeiten zu den Themen „Gut ist, mit Gottes Heil zu rechnen“ und „Gut ist, falsche Propheten zu entlarven“ werden ohne Anflüge von Schlaf überstanden. Wobei das auch daran liegen kann, dass sich ein Teil von uns von dem wunderbaren Gang auf die harten Stühle hat vertreiben lassen. Der andere Teil hat sich einfach in den anderen (überfüllten) Gang gesetzt. Da das Seminar vom Vortag uns etwas abgeschreckt hat, lassen wir das heute ausfallen und haben dafür andere große Pläne: Blutspenden. Zuerst wird aber noch eine Stunde gebetet, egal ob schriftlich, mündlich oder musikalisch. Danach geht’s los. Sebastian, Nick und Constanze machen sich auf den Weg zum DRK, letztere kommt früher zurück als erwartet, da der Ausweis noch im Zelt liegt. Letztendlich lassen sich aber doch alle drei das Blut abzapfen. Der Rest schließt beim Zelt Wetten ab, wem es wohl am schlechtesten geht. Die meisten tippen auf de Consi, die ist aber guter Dinge und unterhält das Pflegerteam. Am Abend besuchen wir voller Vorfreude die Evangelisation mit Simon Hoffmann zum Thema „ Gut ist, Gottes Friedensreich zu erwarten“. Ach nee, zum Thema „Der Berg ruft“. Nicht alle bekommen alles mit, da der Blutverlust doch nicht jedem so gut bekommen ist. Aber kein Problem, der Rest schreibt ja mit. Wenn es was zum mitschreiben gäbe… Zum Ausklang des Tages suchen wir uns einen großen Tisch und gehen unserer Lieblingsbeschäftigung, dem Uno spielen nach.
Samstag früh, das Wetter stimmt. Die Stimmung auch. „Gut ist, Gottes Geschichte mit Israel zu kennen“ und „Es ist gut, an den Messias zu glauben“ sind die Bibelarbeiten des heutigen Morgens. An sich schon interessant, aber gedolmetschte Predigten sind halt schwer zuzuhören. Nach dem langersehnten Linsensuppenfestmahl schwingen wir uns in die Autos und fahren an den Stausee „Hohenwarte“. Aber mal nicht um Tretboot zu fahren, sondern einfach nur um sich an den Strand zu legen, relaxen, schwimmen, …. Wir haben ja auch schon unseren festen Platz von den letzten Jahren her. Schnell sind wir auch dort, packen unsere Sachen aus, nehmen den steilen Abstieg in Kauf und – fallen fast ins Wasser. Unser Strand ist überflutet, und das bei diesem Hitzesommer! Also gut, wieder rein in die Autos und einen anderen Strand suchen. Nur dumm, das es keinen weiter gibt… Also doch wieder zurück zum altbekannten Tret- bzw. Ruderbootfahren und von dort aus den Sonnentag genießen. Auf dem Wasser wird man ja auch viel schneller braun…! Pünktlich zum Abendbrot sind wir wieder bei den Zelten und haben sogar Nachwuchs bekommen – der Marian und de Luisa wollen am Wochenende das Blankenburgfeeling auch noch miterleben. Zur Evangelisation gehen wir am Abend in die Stadthalle wo wir Reinhard Steeger zu Micha 5,4b-14 „Gut ist, Geduld zu haben“ erleben dürfen. Mit sehr anschaulichen Mitteln predigt er sich in unser aller Herzen und am liebsten würden wir gar nicht aufhören ihm zuzuhören. Den späten Abend nutzen wir zum Bowlingspielen, mit Überraschungssieg der Susanne und gewonnenem Frühstück für de Consi.
Schon war wieder Sonntag. Ungewöhnlicher Weise gehen wir zum Gottesdienst nicht in die Konferenzhalle, sondern in die Kirche zu Frank Heinrich (der Streit mit den Ordnern über Sitzplätze beleibt aber dennoch nicht aus…). Der erzählt uns, dass es „gut ist, Gott zu gehorchen“. Eine Predigt, die richtig viel zu sagen hat und zum Mitschreiben auffordert, vorausgesetzt man hat einen funktionsfähigen Kuli. Sehr intensiv bringt uns Frank den altbekannten Vers „Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein“ nahe. Es ist gut, wenn wir Gott hören, aber wenn wir nicht tun, was er uns sagt, sind wir nicht gehorsam. Und wir sollen auch nicht vielleicht Gott gehorchen, sondern es fest machen. Am Nachmittag gehen wir zum Jugendgottesdienst, wo wir erfahren, warum es „gut ist, sein Bestes zu geben“. Außerdem kommt hier jeder, der gern singt, auf seine vollen Kosten. Während der Sebastian am Nachmittag der Ereignisse des 3.10.1990 gedenkt, sitzt der Rest beim Buzz rum, und lappt sinnvolles, aber wie immer auch viel Sinnfreies rum. Danach geht der Wettkampf los, wer als schnellstes sein Zelt abgebaut und weggeräumt hat. Und die Sieger der Vorjahre verteidigen auch dieses Jahr wieder ihre Ehre: die Mädels. Zum Autoeinpacken geht’s auf den Parkplatz, außer denjenigen, die alte Bekannte aus der Kurzbibelschule wiedertreffen. Horst, so heißt der gute Mann, zeigt seine Kunstwerke (er ist ein sehr begabter Maler) und stellt dann fest, dass de Miri und der Sebastian auf alle Fälle die Eltern unserer Truppe sind. Also sind wir mit Mama und Papa ein letztes Mal essen gegangen, um danach zur Abschlussveranstaltung Jürgen Werth zu lauschen, und bei dem Klassiker „Gott mit euch bis wir uns wiedersehen“ die Taschentücher zu schwingen. Und damit war die Allianzkonferenz leider schon wieder vorbei. Zumindest fast. Auf der Rückfahrt wurden noch Rehe fast über den Haufen gefahren, McDonalds um ein paar Bürger erleichtert oder versucht zu schlafen (was dann auch in Chemnitz geglückt ist…). Und damit bleibt nur noch zu sagen: nächstes Jahr vom 2.-7.8. geht’s weiter. Bis dahin!
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